Gluten Empfindlichkeit – Diagnose oder Einbildung?

von | 17.07.2020 | Pflanzenbasierte Ernährung | 0 Kommentare

In diesem zweiten Artikel der Gluten-Trilogie schauen wir darauf, welche Rolle Gluten bei bekannten Krankheitbildern spielt. Sind diese Krankheitsbilder Auslöser für den Anti-Gluten-Trend? Wer ist betroffen von diesen Krankheiten und was sind die Symptome? Hier erfährst du auch, was du in einem persönlichen Verdachtsfall tun solltest.

PWAWG (Menschen ohne Zöliakie, die Weizen oder Gluten meiden) fürchten Gluten, obwohl sie keinen ärztlichen Befund haben 1. Doch nicht alle Menschen die Gluten vermeiden, tun dies aus freien Stücken. Obwohl dieses Thema heftig diskutiert wird, gibt es mittlerweile drei Gluten-assoziierte Reaktionen des Körpers, die offiziell als abgegrenzte Erkrankungen anerkannt sind.

Zöliakie, auch Glutenunverträglichkeit genannt, ist das bekannteste Krankheitsbild. Weizenallergie ist das zweite Phänomen, das mit Gluten oder Weizen zu tun hat. Das dritte und neuste Mitglied im Bunde ist die sogenannte Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität 2.

Glutenunverträglichkeit – Zöliakie

Zöliakie ist eine Erkrankung die durch Gluten ausgelöst wird. Sie tritt bei Menschen auf, die bestimmte genetische Voraussetzungen mitbringen. Bei Zöliakie führen Glutenproteine zu Entzündungsreaktionen in Dünndarm und Gehirn 3. Der Grund ist eine Autoimmunreaktion des eigenen Körpers gegen Glutenprotein. Symptome sind unter anderem eine schlechte Aufnahme von Nährstoffen aus dem Nahrungsbrei (Malabsorption) und Beschwerden im Unterleib. Zöliakie beschränkt sich nicht auf den Verdauungstrakt. Auch andere Organe wie Leber, Nervensystem und Knochen können betroffen sein. Weitere Auswirkungen von Zöliakie können Müdigkeit, Depression und Schlaflosigkeit sein. Zöliakie als Erkrankung bleibt lebenslang bestehen 4.

Diagnose Zöliakie

Zöliakie ist medizinisch eindeutig diagnostizierbar. Für die Feststellung von Zöliakie steht zuerst ein Bluttest zur Verfügung. Menschen mit Zöliakie, die Gluten konsumiert haben, zeigen höhere Werte bestimmter Antikörper in ihrem Blut. Das Immunsystem fertigt diese Antikörper als Reaktion auf die „Bedrohung“ Gluten. Solche Antikörper werden vom Bluttest erfasst und gemessen 5. Sollte der Bluttest positiv ausfallen, dann ist die Biopsie nach wie vor die Methode, um die Diagnose der Zöliakie abzusichern 6.

Aus diesem Zusammenhang wird klar: Zur eindeutigen Diagnose muss eine glutenhaltige Ernährung verfolgt werden. Wenn ein Verdacht besteht und Zöliakie diagnostiziert werden soll, dann empfiehlt es sich, einen Gluten-Load zu machen. Das wären zum Beispiel mehrere glutenhaltige Scheiben Brot am Tag (ca 20 g Gluten) für mehrere Wochen 7. Das ist zwar erstmal unlogisch, führt aber dazu, dass die Krankheit eindeutig diagnostiziert werden kann, oder eben die Vermutung verworfen.

Eine auf Vermutung basierende, glutenfreie Ernährung kann in diesem Fall hinderlich sein. Denn dann kann der Test negativ ausfallen, obwohl eigentlich Zöliakie bestünde. Und das kann fatal sein. Warum ist das wichtig? Wenn Zöliakie besteht, dann ist ein kompletter Verzicht notwenig. Schon 20 Mikrogram Gluten per Gramm Protein (20 ppm) reichen aus, um eine toxische Reaktion zu provozieren 8.

Vorkommen von Zöliakie

In den USA ist weniger als 1 % der Bevölkerung von Zöliakie betroffen 9 (0,71 % der Bevölkerung 10). In Deutschland kommt Zöliakie bei 0,3 – 0,7 % der Bevölkerung vor 11. Weltweit geht man von einer Zöliakie Prävalenz von 0,4 % in Südamerika, 0,5 % in Afrika, 0,6 % in Asien und 0,8 % in Europa und Ozeanien aus 12. Zudem variiert die Prävalenz je nach Geschlecht und Alter. Weibliche Personen und Kinder zeigen eine höhere Prävalenz als männliche Personen und Erwachsene 12.

Therapie von Zöliakie

Der lebenslange Verzicht auf Gluten ist die Standardbehandlung bei Zöliakie. Dadurch lässt sich die resultierende Erkrankung effizient vermeiden. Andere Therapieansätze sind aber ein wichtiges Ziel in der aktuellen Forschung.

Weizenallergie

Brotweizen gehört zu den allergenreichsten Nahrungsmitteln 13. Ein Allergen kann jeder Stoff sein, der körperfremd ist. Es kann bei empfindlichen Menschen zu einer Reaktion führen. Die Weizenallergie ist eine solche gluten- oder weizenbedingte  Erkrankung 9. Eine Weizenallergie kann nicht nur durch Gluten, sondern auch durch andere Weizenproteine hervorgerufen werden.

Es gibt verschiedene Ausprägungen der Weizenallergie, die je nach Aufnahmeort des Allergens unterschieden werden. Dazu gehört die Nahrungsmittelallergie (orale Aufnahme), Bäckerasthma (Aufnahme durch Einatmen) und Dermatitis (durch Hautkontakt) 14.

Diagnose der Weizenallergie

Typische Symptome einer Weizenallergie schließen Atembeschwerden, Schwellungen der Schleimhäute oder Ausschläge ein. Die Symptome treten kurz nach dem Verzehr der oder Kontakt mit den betreffenden Lebensmittel auf. Weitere Symptome können Reizdarmsyndrom-ähnliche Beschwerden des Verdauungstraktes, Verengung der Bronchien, Übelkeit und Bauchschmerzen sein 15.

Die wichtigsten Diagnosekriterien einer Weizenallergie sind eine Entzündungsreaktion der Haut beim Auftragen von Weizenproteinen und der Nachweis von IgE-Antikörpern im Blutserum.

Der sogenannte „Haut Prick Test“ kann durch das Auftragen von Weizenextrakt auf kleine Hautwunden die Diagnose der Weizenallergie anzeigen. Zur Bestätigung der Diagnose ist ein Antikörpertest verfügbar, der eine Reaktion gegen bestimmte Weizenbestandteile nachweisen kann.

Vorkommen der Weizenallergie

Weltweit wird die Prävalenz von Weizenallergie auf 0,1 % 15 bis maximal 1 % geschätzt 16. Die Weizenallergie tritt vermehrt bei Kindern auf. Jedoch verschwindet sie in jungen Jahren häufiger wieder, wie es auch bei anderen Allergien der Fall sein kann.

Therapie der Weizenallergie

Die Therapie der Weizenallergie ist die weizenfreie Ernährung. Hier gilt es, den Kontakt mit Weizen und weizenhaltigen Produkten zu meiden. Das gilt für die Ernährung, aber auch für Produkte anderer Bereiche, wie Kosmetika.

NCGS – Gluten-Empfindlichkeit ohne Zöliakie

NCGS (Non-Celiac-Gluten-Sensitivity) ist ein Überbegriff, der mit einem breiten Spektrum gastrointestinaler als auch nicht-gastrointestinaler Symptome assoziiert wird. Diese Symptome umfassen abdominale Beschwerden und Schmerzen, Völlegefühl, gestörte Darm-Peristaltik, Blähungen, Knochen- und Gelenkschmerzen, Ausschlag, Kopfschmerzen, Müdigkeit, psychische Störungen, Depression oder Reizbarkeit 17. Bei diesen unspezifischen Symptomen gibt es große Überschneidungen mit dem Reizdarmsyndrom und anderen funktionellen Darmstörungen 9. NCGS Patienten zeigen aber negative Befunde für Zöliakie und Weizenallergie.

Es ist zwar wissenschaftlicher Konsens, dass NCGS ein Phänomen ist, das sich durch den Verzicht auf Gluten oder Weizen bessern kann. Doch es ist noch strittig, ob es eine Krankheit ist und wie die krankmachenden Mechanismen im Körper ablaufen 18.

Dieser frühe Stand in der Forschung spiegelt sich auch in einer Vielzahl von Bezeichnungen für dieses Phänomen wider. Begriffe die synonym verwendet werden sind „Glutensensitivität“, „Weizensensitivität“ oder „Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität“ 18. Englisch ist der Begriff „Non-Celiac-Gluten-Sensititvity“ (NCGS) geläufig.

Als Auslöser der potenziellen Erkrankung kommen verschiedene Faktoren und deren Kombination in Frage. Dazu gehören der Zustand des Darms und des Darmepithels, ungünstige Inhaltsstoffe des Weizens / Weizenproduktes, genetische Veranlagung oder eine Dysbalance des Mikrobioms 14. Das Problem ist , dass es keine klaren Diagnosekriterien für diese potenzielle Erkrankung gibt. Dennoch diagnostizieren sich viele Menschen als „glutensensitiv“.

Diagnose von NCGS

Forscher wollten testen, ob Menschen mit selbst-diagnostizierter NCGS empfindlich auf Gluten reagieren. Sie führten einen aussagekräftigen Versuch durch und stellten fest, dass die Reaktion der Menschen nicht alleine durch die Nahrung beschrieben werden kann. Denn Menschen die sich selbst als NCGS bezeichneten, zeigten keine eindeutige Reaktion auf Gluten oder Placebos.

Eine weitere Meta-Analyse von 11 NCGS Studien stellte fest, dass nur 30 % der NCGS Patienten nach Gluten-Gabe darauf reagierten 19. Das heißt, einigen ging es noch blendend nach der Einnahme von Gluten. Andere zeigten Beschwerden, obwohl sie nur ein Placebo erhalten hatten 20. Es konnte kein eindeutiger Zusammenhang mit Gluten hergestellt werden. Auch in einer anderen Studie konnte bei nur 20 % der NCGS-Patienten Gluten als Auslöser einer NCGS bestätigt werden 21.

Nicht nur diese Daten legen nahe, dass die Symptome (Verdauungsbeschwerden, ähnlich Reizdarmsyndrom) das Ergebnis von Diskussionen und Aussagen über Gluten sind. Diesen Effekt, dass alleine die Annahme eine ungesunde Substanz zu sich zu nehmen, Symptome manifestieren kann, nennt man auch den „Nocebo“-Effekt. Dieser macht es schwer bis unmöglich, den „echten“ Auslöser zu finden 22.

Solche Studien stellen das Krankheitsbild NCGS in Frage. Doch es gibt Studien die belegen, dass Symptome durch Glutenverzicht vermindert werden können. Wichtig war die Erkenntnis, dass einige NCGS Menschen sich „besser fühlten“ nach dem Weglassen von Gluten. Man schaute darum auf die Psyche, ob Gluten etwas mit dem Kopf anstellt. Und tatsächlich, Gluten kann depressive Gefühle leicht verstärken, wenn mit einem Placebo verglichen 23.

Letztlich wissen wir nicht, ob es mehr mit Geist oder Darm zu tun hat, aber die NCGS kann nicht verworfen werden 24. Da Gluten, wie in der obigen Studie aufgezeigt, bei NCGS nicht immer zu Beschwerden führt, liegt die Vermutung nahe, dass andere Stoffe im Weizen eine Rolle spielen. Auch aus diesem Grund sprechen sich Experten eher für den Begriff „Non-Celiac-Wheat-Sensititvity“ (NCWS) aus 25,26.

Da es keine Kenntnisse über die zugrundeliegenden Mechanismen gibt, findet eine Diagnose über Ausschluss von Zöliakie und Weizenallergie statt 27.

Vorkommen von NCWS

Schätzungen zur Prävalenz von NCWS liegen bei knapp über 1 % 27.

Therapie von NCWS

Für eine wirkungsvolle Therapie sollte die auslösende Substanz bekannt sein. Es gibt Belege, dass andere Bestandteile außer Gluten Beschwerden verursachen. Auch das ist schwer festzustellen, denn meistens wurde Weizen als Gluten-Spender in Studien verwendet. In einem solchen Studienaufbau lässt sich nur schwer zwischen der Wirkung des Glutens und der Wirkung anderer Stoffe im Weizen unterscheiden.

Forscher haben vorgeschlagen, dass neben den Glutenproteinen auch andere Bestandteile des Weizens zur Aktivierung der angeborenen Immunantwort beitragen. Das soll bei Patienten mit NCGS Symptome hervorrufen. Zu den potenziellen Kandidaten gehören mit den Amylase-Typsin-Inhibitoren ebenfalls Proteine 18. Diese aktivieren nachweislich die angeborene Immunantwort 28. Auch Weizenkeimagglutinin kann das Immunsystem triggern und zu Symptomen führen 29.

Es könnten zudem andere Moleküle des neueren D-Genoms im Weizen sein, die das Immunsystem reizen. Beobachtungen zeigen, dass weizenempfindliche Menschen mit älteren Getreidesorten ohne D-Genom mitunter weniger Beschwerden haben. Denn das D-Genom soll Bestandteile enthalten, die auf unsere Gene und das komplette Immunsystem Einfluss nehmen. Dadurch sollen sich mehr entzündliche Prozesse ergeben 30.

Die genauen Zusammenhänge sind unklar und vage. Das D-Genom könnte eine Ursache der Weizensensitivität sein. Auch fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole (FODMAPs) könnten beteiligt sein. Wir müssen abwarten, was die Forschung zeigt. In der Zwischenzeit kann es für Menschen mit unspezifischen Symptomen wie bei NCWS sinnvoll sein, Weizen durch altes Getreide zu ersetzen.

Quelle: Übersicht der Gluten-assoziierten Erkrankungen aus 14

Fazit Gluten Empfindlichkeit

Es gibt drei mit Gluten assoziierte Krankheitsbilder. Zwar ist das Phänomen der Nicht-Zöliakie-Weizen-Sensitivität als solches anerkannt, doch zeigt neue Forschung, dass Gluten als Hauptursache für NCWS unwahrscheinlich ist. FODMAPs, Amylase-Typsin-Inhibitoren oder Weizenkeimagglutenin sind als alternative Auslöser im Gespräch.

Wichtig ist die Feststellung, dass Gluten-Vermeidung aufgrund von unspezifischen Beschwerden im Verdauungstrakt nicht die Lösung zu sein scheint. Nur wenige Menschen mit NCWS reagierten konsistent auf Gluten. Es wird mehr Forschung nötig sein, um nähere Zusammenhänge zu erfahren und exakte, praktische Anweisungen für den Alltag zu bekommen.

Letztlich zeigt dieser Abschnitt: Nur ein sehr kleiner Anteil der Menschen leidet an Gluten-assoziierten Krankheitsbildern. Hier klafft die große Lücke zwischen Menschen mit Gluten-Diagnose und Menschen, die aus vermuteten gesundheitlichen Gründen glutenfrei leben.

Was ist denn dran, an diesen gesundheitlichen Vorteilen einer glutenfreien Ernährung ohne Diagnose? Macht es Sinn oder irren sich die vielen Menschen, die diesem Trend folgen? Mehr dazu im letzten teil der Trilogie.

  1. Tavakkoli, A., Lewis, S. K., Tennyson, C. A., Lebwohl, B. & Green, P. H. R. Characteristics of patients who avoid wheat and/or gluten in the absence of celiac disease. Dig. Dis. Sci. 59, 1255–1261 (2014).
  2. Sapone, A. et al. Spectrum of gluten-related disorders: Consensus on new nomenclature and classification. BMC Med. 10, 13 (2012).
  3. Rubio-Tapia, A., Hill, I. D., Kelly, C. P., Calderwood, A. H. & Murray, J. A. American College of Gastroenterology Clinical Guideline: Diagnosis and management of celiac. Am. J. Gastroenterol. 108, 656–76; quiz 677 (2013).
  4. Felber, J. et al. Ergebnisse einer S2k-Konsensuskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) gemeinsam mit der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG) zur Zöliakie, Weizenallergie und Weizensensitivität. Z. Gastroenterol. 52, 711–743 (2014).
  5. Celiac Disease Foundation. Testing. Celiac.org (2020). Available at: https://celiac.org/about-celiac-disease/screening-and-diagnosis/screening/. (Accessed: 23rd May 2020).
  6. Deutsche Zöliakie Gesellschaft. Diagnose und Behandlung. DZG-Online Available at: https://www.dzg-online.de/diagnose-und-behandlung.212.0.html. (Accessed: 23rd May 2020).
  7. Biesiekierski, J. R., Newnham, E. D., Shepherd, S. J., Muir, J. G. & Gibson, P. R. Characterization of adults with a self-diagnosis of nonceliac gluten sensitivity. Nutr. Clin. Pract. 29, 504–509 (2014).
  8. Dewar, D. H. et al. Celiac disease: Management of persistent symptoms in patients on a gluten-free diet. World J. Gastroenterol. 18, 1348–1356 (2012).
  9. Niland, B. & Cash, B. D. Health benefits and adverse effects of a gluten-free diet in non-celiac disease patients. Gastroenterol. Hepatol. 14, 82–91 (2018).
  10. Riddle, M. S., Murray, J. A. & Porter, C. K. The incidence and risk of celiac disease in a healthy US adult population. Am. J. Gastroenterol. 107, 1248–1255 (2012).
  11. Koletzko, S. Diagnose und Therapie der Zöliakie im Kindesalter. Monatsschr. Kinderheilkd. 161, 63–78 (2013).
  12. Singh, P. et al. Global prevalence of celiac disease: systematic review and meta-analysis. Clin. Gastroenterol. Hepatol. 16, 823-836.e2 (2018).
  13. Juhász, A. et al. Genome mapping of seed-borne allergens and immunoresponsive proteins in wheat. Sci. Adv. 4, 1–16 (2018).
  14. Harter, C. Glutenunverträglichkeit – Über Gluten-assoziierte Erkrankungen und den Sinn einer glutenfreien Ernährung. (Springer Spektrum, Wiesbaden, 2019).
  15. Picarelli, A., Borghini, R., Isonne, C. & Di Tola, M. Reactivity to dietary gluten: New insights into differential diagnosis among gluten-related gastrointestinal disorders. Pol. Arch. Med. Wewn. 123, 708–712 (2013).
  16. Zuidmeer, L. et al. The prevalence of plant food allergies: A systematic review. J. Allergy Clin. Immunol. 121, (2008).
  17. Mansueto, P., Seidita, A., D’Alcamo, A. & Carroccio, A. Non-Celiac Gluten Sensitivity: Literature Review. J. Am. Coll. Nutr. 33, 39–54 (2014).
  18. Smollich, M. Amylase-Trypsin-Inhibitoren: Wo sind sie drin? ernaehrungsmedizin.blog (2018). Available at: https://www.ernaehrungsmedizin.blog/2018/02/04/amylase-trypsin-inhibitoren-wo-sind-sie-drin/. (Accessed: 23rd May 2020)
  19. Lionetti, E. et al. Re-challenge studies in non-celiac gluten sensitivity: A systematic review and meta-analysis. Front. Physiol. 8, 1–9 (2017).
  20. Biesiekierski, J. R. et al. No effects of gluten in patients with self-reported non-celiac gluten sensitivity after dietary reduction of fermentable, poorly absorbed, short-chain carbohydrates. Gastroenterology 145, 320-328.e3 (2013).
  21. Dale, H. F., Hatlebakk, J. G., Hovdenak, N., Ystad, S. O. & Lied, G. A. The effect of a controlled gluten challenge in a group of patients with suspected non-coeliac gluten sensitivity: A randomized, double-blind placebo-controlled challenge. Neurogastroenterol. Motil. 30, 1–10 (2018).
  22. Molina-Infante, J. & Carroccio, A. Suspected nonceliac gluten sensitivity confirmed in few patients after gluten challenge in double-blind, placebo-controlled trials. Clin. Gastroenterol. Hepatol. 15, 339–348 (2017).
  23. Peters, S. L., Biesiekierski, J. R., Yelland, G. W., Muir, J. G. & Gibson, P. R. Randomised clinical trial: Gluten may cause depression in subjects with non-coeliac gluten sensitivity – An exploratory clinical study. Aliment. Pharmacol. Ther. 39, 1104–1112 (2014).
  24. Aziz, I., Hadjivassiliou, M. & Sanders, D. S. Editorial: Noncoeliac gluten sensitivity – A disease of the mind or gut? Aliment. Pharmacol. Ther. 40, 113–114 (2014).
  25. 25.       Carroccio, A. et al. Non-celiac wheat sensitivity diagnosed by double-blind placebo-controlled challenge: Exploring a new clinical entity. Am. J. Gastroenterol. 107, 1898–1906 (2012).
  26. Ferch, C. C. & Chey, W. D. Irritable bowel syndrome and gluten sensitivity without celiac disease: Separating the wheat from the chaff. Gastroenterology 142, 664–666 (2012).
  27. Volta, U. et al. An Italian prospective multicenter survey on patients suspected of having non-celiac gluten sensitivity. BMC Med. 12, 4–11 (2014).
  28. Fasano, A., Sapone, A., Zevallos, V. & Schuppan, D. Nonceliac gluten sensitivity. Gastroenterology 148, 1195–1204 (2015).
  29. Pellegrina, C. D. et al. Effects of wheat germ agglutinin on human gastrointestinal epithelium: Insights from an experimental model of immune/epithelial cell interaction. Toxicol. Appl. Pharmacol. 237, 146–153 (2009).
  30. Smollich, M. Hilft „Ur-Weizen“ bei Weizensensitivität? ernaehrungsmedizin.blog (2017). Available at: https://www.ernaehrungsmedizin.blog/2017/08/15/ur-weizen-als-hilfe-bei-weizensensitivitaet/. (Accessed: 23rd May 2020).

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gluten Empfindlichkeit – Diagnose oder Einbildung?
Bildnachweis:shutterstock_170140268.jpg

Der Autor

Sebastian Steinemann
Dr. Sebastian Steinemann ist Ernährungsberater, promovierter Pflanzenzüchter und Autor des Buches Vegan ohne Hype. Er versucht jeden Tag auf sein Herz zu hören und die eigene Intuition zu leben. Mit viel Spaß hilft er Menschen über https://www.mindfulplate.de/, ihre Ernährung und damit ihr Leben mutiger und mündiger zu gestalten. Auf Best Joyz möchte er helfen, Menschen zu veganer und gesunder Ernährung zu informieren.

Fragen oder Meinungen?

Schreib einen Kommentar!